BORN TO BE FREE....TO BE WILD.... TO BE LIBERTA!

 
Freiheit hat in Hamburg einen Namen: LIBERTA! In der Garage am Lohseplatz 2 schraubt die männliche Crew von 7 Jungs an Choppers. Individuell, unkonform und ausnahmslos in Handarbeit. Ein Hauch von Easy Rider mit dem Geist von Peter Fonda und Jack Nicholson schwebt durch die eigens umgebaute ursprüngliche Pfeifenfabrik. Rost, Metall, Beton und Holz sind die Materialien, die einen bestechenden Charme verströmen. Schweiß und Ölflecken auf männliche Brust? Weit entfernt. Ich bleib' mit meiner Fantasie allein zurück. Hier herrscht eine stoische Ruhe, die nur durch die auffallende Fröhlichkeit aller gebrochen wird.
Niels Peter Jensen, der Kopf der Crew, hatte schon mit 6 Jahren eine Vision. Gelernt habe er nichts, sagt einer, der 20 Jahre Radsportler war, der BMX-Räder verkaufte und dessen Vision nach dem Kultfilm „Easy Rider“ seinen Durchbruch hatte.
Angefixt sei er gewesen, eines Tages eine Halle zu haben, um seiner Leidenschaft als Schrauber nachzugehen. Um Freiheit auf Kleinkrafträdern zu leben, auszuleben, weiter zu tragen. Um andere ebenfalls zu infizieren! Der Seefahrersohn hatte Glück: durch den liebevollen Schubs seiner Freundin (und Mutter seiner 4 Kinder) habe er alles auf eine Karte gesetzt und ist volles Risiko gefahren! "Aber wenn du für etwas brennst, kannst du andere nur anstecken, da zählen keine Zeugnisse, da zählt das Feuer in deinen Augen, die lichterloh leuchten, wenn du ihnen von der schnellen Freiheit sprichst." Er fand ein paar Jungs mit derselben Vision, deren Zuhause ebenfalls die Halle ist. 
Investoren wurden überzeugt und bringen sich mehr oder minder aktiv mit ein. Wahrscheinlich auch, weil die Jungs hier so echt sind, im Herzen die große weite Welt tragen. Als Mann spricht Niels mir, wie gern er eines Tages lange Touren mit seinen Kindern im Chopper-Schlepptau machen möchte, doch der Vater wirft hinterher, er habe auch große Angst und verstehe heute, was seine Eltern damals durchgestanden hätten.
Seit 2013 wechselten 130 Liberta-Bikes Ort und Besitzer. Ich unterbreche unser kleines Interview und zerre endlich meinen Hintern auf eine der 9 Chopper, welche schon die ganze Zeit mit mir geflirtet hat. Dass lediglich mein Auto-Lappen mich zum Fahren legitimiert, finde ich reizvoll und will am liebsten gleich ne Runde durch die Hafencity biken. Und dass die Kiste so viel koste wie 5000 Tafeln Milka-Schokolade, verwirrt mich im positiven Sinne. 
Niels, dieser sympathische und attraktive Typ mit tattowierten Bildern auf den Unterarmen und seinen gut gelaunten Partnern, findet das Leben geil! „Und alle Menschen sind gut! Und wenn ich nicht im Leben auf die Fresse gefallen wäre, hätte ich auch nichts gelernt!“ 5 Jahre nach Ende des Sportlerlebens waren einfach „Scheiße“, aber heute ist „geil“! Und er ist so mächtig überzeugt davon: „Jeder kann seinen Traum leben, nur muss er lernen, etwas umzudenken, solange die Kohle fehlt.“
Wie er sich im Alter sieht? Ohne Herzkasper beim Anblick einer zufälligen Liberta, die an ihm vorbeizieht – sondern in stoischer Ruhe, weil seine Produkte so selbstverständlich geworden sind. 
Leben und schrauben für die Freiheit! Für das Gefühl der Weite ohne Schranken und Barrieren. Er wünscht viel mehr Frauen auf den Bikes, ist aber ungebrochen zuversichtlich.
Und ich wünsch mir n cooles Fahrrad von der Marke LIBERTA und finde, die Jungs könnten ruhig mal 'ne Ausnahme für mich machen. Und dass alles gut und groß und noch viel größer wird, dafür sorgt so wie so die Freiheitsgöttin LIBERTA !

 

Jensens saucooles Großprojekt? More:

 

LIBERTA