Mein 1. Solo-Trip nach Italien. Das 14-Tage-Tagebuch zum Reinhören und Mitreisen:

 

https://soundcloud.com/chek-2/meine-erste-solo-reise

 

13 Tage BELLA ITALIA:
Es ist passiert. Ich habe einen Wunsch entjungfert, der mich stets begleitet hat, den ich mir nie getraut, auch zu verwirklichen. Im Wünschen war ich Meisterin, bis mein Wunsch der Realität begegnete. 

Würde ich mir reichen? Wie gut kann ich allein? Mich treiben lassen, meine Klappe halten und einfach nur sein. Das muss wohl Doping für die Seele sein! Tank und Pumpe bis zum Anschlag gequält.

Nachdem Plan A nach 3 Monaten und nur wenige Stunden vor Abreise durch einen traurigen Schicksalsschlag beendet wurde, trat Plan B in nur 40 Minuten Speed-Planung und dank meines tollen Netzwerkes in Kraft.
So ging die Reise übers ALLGÄU (1. Zwischenstopp), nach RIVA (Schulung am Gardasee), nach MILANO, nach FIRENZE (ein Wiedersehen nach 7 Jahren), nach ROVERETO, nach VERONA (ein Wiedersehen nach 33 Jahren), nach ROVERETO, nach VERONA, nach HAUSE (HH)!

Ich gruselte mich in einem Billighotel, erwachte mitten in der Toskana, genoss ein fremdes Gästezimmer in Mailand, ein Hotel zuvor, an dem alle Gäste morgens gemeinsam an einer Tafel speisten.

Ich stand vor Julias Balkon und ertappte mich dabei, mich auch nach einem Romeo zu sehnen. Ich speiste in einem alten Palast und hatte ein wundervolles Lunchpaket mit Aussicht bei einem wundervollen Pärchen.

Fazit: die Liste meiner Ängste ist um eine ärmer! Die Liste meiner Erfahrungen um 100 reicher! Als nächstes käme wohl die Reise ohne Internet am Abend – mein stets zuverlässiges Verlängerungs- und Verbindungskabel zu meinen Freunden und Bekannten. Zu jenen, die meine Reiseberichte verfolgen. Dieses Mal waren sie noch ein Stück weit mein Treiber, noch einmal den Tag zu reflektieren und andere dran teil zu haben. 
Ein Sprung ins kalte Wasser, denn eine Pause gab es seit dem nicht, die ganzen Endorphine dosiert noch einmal zu genießen. Hier ist heute. Und heute ist anders. Ich weiß genau, dass diese Reise so kein 2. Mal möglich wäre, aber ich weiß, dass eine andere kommen wird.

Ich wünsche jedem einen Trip – mit sich  allein und zu sich selbst!

 

Erkenntnis: je mehr uns fehlt, desto weiter sind wir von dem entfernt, was uns genügen würde: wir selbst! (Okt. 2015)